N61101: Die Boeing 787 macht United Airlines Probleme.

Boeing 787 N61101United Airlines muss brandneuen Dreamliner kurz nach Überarbeitung durch Boeing schon wieder vorübergehend aus dem Verkehr ziehen

Die erste Boeing 787-9 mit der neuen Elevated-Kabine sollte das Aushängeschild der Langstreckenflotte werden. Doch sie kämpft seit dem ersten Linienflug mit Problemen. Eben erst wurde sie von United Airlines zu Boeing zur Überarbeitung geschickt. Kaum zurück, macht sie schon wieder Probleme.

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Irgendwie entwickelte sie sich von Beginn an zum Problemkind. Am 26. Februar übernahm United Airlines im Boeing-Werk in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina die Boeing 787-9 mit der Seriennummer 68647. Für die Fluggesellschaft war dies ein besonderer Meilenstein: Der Dreamliner, der einen 100 Years-Aufkleber und das Kennzeichen N61101 trägt, ist das erste Flugzeug mit der neuen Kabinengeneration namens Elevated.

Herzstück ist das komplett neu entwickelte Langstrecken-Interieur von United Airlines mit neuen Polaris-Suiten in der Business Class. Sie verfügen erstmals über verschließbare Türen und deutlich mehr Privatsphäre. In der ersten Reihe stehen besonders großzügige Suiten. Auch die Premium Economy erhält neue Sitze mit mehr Privatsphäre, kabellosen Lademöglichkeiten und größeren Bildschirmen. In der Economy Class gibt es größere 4K-Monitore, Bluetooth-Konnektivität für Kopfhörer sowie weitere Komfortverbesserungen. Zudem gibt es in den Fliegern Selbstbedienungsstationen mit Snacks und Getränken.

Boeing 787 hatte offenbar Probleme mit Kollisonswarnsystem

Die N61101 gilt daher als Blaupause für die künftige Langstreckenflotte. Am 29. März absolvierte sie ihren ersten regulären Flug. Doch statt Freude bereitet die Boeing 787-9 United Airlines von Beginn weg nur Sorgen. Auf einem Flug trat ein ungewöhnlich starker elektrischer Geruch auf, danach musste der Dreamliner auf internationalen Flügen mehrfach außer Dienst gestellt werden. Zahlreiche Besuche in der Wartung brachten nichts. Am 20. Juni flog United Airlines ihn deshalb zu Boeing nach Moses Lake.

Dort wurde er nochmals überarbeitet. Die technischen Probleme der Boeing 787 von United Airlines betreffen offenbar das Traffic Alert and Collision Avoidance System TCAS, wie das Portal PYOK berichtet. Es erkennt mithilfe von Antennen andere Flugzeuge in der Umgebung und warnt die Cockpitbesatzung unabhängig von bodengestützten Überwachungssystemen vor einer möglichen Kollisionsgefahr und gibt ihr Anweisungen zur Verhinderung. TCAS ist Pflicht. Ein Flugzeug ohne funktionierendes Kollisionswarnsystem darf nicht weiter betrieben werden.

United Airlines muss Flug nach San Francisco annullieren

Zehn Tage nach der Überführung zu Boeing kehrte die N61101 wieder zu United Airlines zurück. Sie wurde von Moses Lake nach San Francisco überführt und führte zwei Tage danach einen Inlandsflug nach Houston und zurück durch. Und am 2. Juli wurde sie wieder auf die Langstrecke geschickt. United Airlines setzte sie nach London-Heathrow ein. Doch der Rückflug UA939 zurück nach San Francisco wurde annulliert. Was der Grund für diesen erneuten Aussetzer ist, ist nicht bekannt.

Am Samstag (4. Juli) wurde die Boeing 787 N61101 wieder von London nach San Francisco zurückgeflogen. Inzwischen steht sie wieder im regulären Einsatz.

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